FRIEDENSPOLITIK

Der Antikriegstag 2026 in Nürnberg

Das Nürnberger Friedensforum, ein Bündnis unterschiedlicher Organisationen und Einzelpersonen, rief auch dieses Jahr am 1. September, dem Antikriegstag, zu einer Kundgebung und Demonstration durch die Nürnberger Innenstadt auf. Rund 400 Menschen folgten dem Aufruf. Sie wandten sich gegen die immer aggressiver werdende Militarisierung, gegen die maßlose Verschwendung von Ressourcen für die Rüstung, die Mitverantwortung an Kriegen durch Waffenlieferungen und Rüstungsexporte an Kriegsparteien und die damit verbundenen Kürzungen in allen Sozialbereichen, z.B. in Bildung, Kultur und Pflege. Sie forderten stattdessen Dialog und Verhandlungen mit Russland für ein Ende des Kriegs in der Ukraine.

Sprecherinnen der Verdi-Jugend und des Bündnisses für Schulstreiks gegen die Wehrpflicht forderten mehr Geld in Bildung und Ausbildung der Jugend zu investieren statt in Rüstung und Kriegsbeteiligung. Sie lehnten die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab und forderten ein Ende der Einflussnahme der Bundeswehr an Schulen und Universitäten.

Eine Beschäftigte am Nürnberger Klinikum warnte vor den Folgen im Gesundheitswesen durch Kriegsvorbereitung und Krieg.

Zum Abschluss luden die Gewerkschaft Verdi und das Friedensforum Nürnberg zu einer Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Peter Brandt zum Thema „Eine neue Entspannungspolitik – weltfremd oder notwendig und machbar?“ ein, an der über 100 Besucher teilnahmen.