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Kapitalismus als Religion


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Überlegungen zu einem Fragment

Walter Benjamins

Der Philosoph Walter Benjamin (1892 – 1940) hat ein umfangreiches Werk hinterlassen. Etliches konnte er nicht ausformulieren, blieb fragmentarisch oder gar stichwortartig, da er sich 1940 in Portbou (Nordspanien) auf der Flucht vor den faschistischen Häschern das Leben nahm.

Sein wohl bekanntestes Fragment trägt die Überschrift “Kapitalismus als Religion”. Es ist um 1921 entstanden.

Benjamin faßt den Kapitalismus eine als “essentiell religiöse Erscheinung” auf. Für seine, Benjamins, Gegenwart erkennt er drei bzw. vier religiöse Züge des Kapitalismus. Benjamins Gegenwart ist heute Vergangenheit, was man vom Kapitalismus jedoch nicht behaupten kann.

Der Vortrag wird im ersten Teil, nach einer ausführlichen Begriffsklärung, was Kapitalismus und Religion eigentlich sei, diese drei bzw. vier religiösen Kennzeichen des Kapitalismus aufzeigen und mit aktuellen Beispielen untermauern.

Das Versagen des Kapitalismus wird uns jeden Tag auf’s Neue vor Augen geführt. Um nur ein Stichwort zu nennen: grassierende Armut. Alle Versuche, den Kapitalismus dennoch zu verteidigen, muten wie die Versuche an, das Böse in der Welt trotz eines angeblich gütigen Gottes zu erklären. Was theologisch Theodizee genannt wird, nennt Joseph Vogl “Oikodizee”, die Verteidigung des Marktes, die Verteidigung der aktuellen Ökonomie (= Oikonomie). Darauf wird der Vortrag in seinem letzten Teil eingehen.

Ansatzpunkt für die hoffentlich lebhafte Diskussion nach dem Vortrag könnte sein:
Welche Rolle kann uns als Freidenker*innen im Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung zukommen? Welche Rolle spielt dabei die Religionskritik?

Treffpunkt Freitag, 10. Mai 2019 um 19.15 Uhr
in der Villa Leon Philipp Koerber Weg
an der U2, Rothenburger Str.
kleiner Saal, 1. Stock


Datum/Zeit
Date(s) - 10.05.2019
19:15

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Veranstaltungsort
Villa Leon

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