1. Mai Tag der Arbeit – Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse
Zum 100. Jahrestag des Sturms auf die Bastille trafen sich am 14. Juli 1889 vierhundert Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften aus zahlreichen Ländern zu einem internationalen Kongress in Paris. Neben vielen anderen Beschlüssen entstand eine Resolution des Franzosen Raymond Felix Lavigne, in der es hieß:
„Es ist für einen bestimmten Zeitpunkt eine große internationale Manifestation zu organisieren, und zwar dergestalt, dass gleichzeitig in allen Städten an einem bestimmten Tage die Arbeiter an die öffentlichen Gewalten die Forderung richten, den Arbeitstag auf acht Stunden festzusetzen (…).
In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kundgebung bereits von dem amerikanischen Arbeiterbund (…) für den 1. Mai 1890 beschlossen worden ist, wird dieser Zeitpunkt als Tag der internationalen Kundgebung angenommen.“
Als am 1 Mai 1890 mehr als einhunderttausend Arbeiterinnen und Arbeiter für den Achtstundentag und mehr als zweihunderttausend an Demonstrationen und sogenannten Maispaziergängen im damaligen deutschen Reich teilnahmen, war dies die Geburtsstunde des 1. Mai als internationaler Kampftag der Arbeiterklasse.
Nach nunmehr 136 Jahren, nach zwei Weltkriegen und einer wechselvollen Geschichte der Arbeiterbewegung sind viele der erkämpften Errungenschaften wieder in Gefahr.
Und wieder sind es Kriege, in denen Arbeiter und Arbeiterinnen zum Bruder- und Schwestermord getrieben werden, sind es Wirtschaftskriege, deren Lasten zu tragen, diejenigen verdammt werden, die in Ruhe und Frieden leben und arbeiten wollen.
Die Gier nach wirtschaftlicher Macht und hegemoniale Phantasien sind auch hierzulande Triebfeder für die Kriegsertüchtigung der Gesellschaft. Militarisierung in allen Bereichen, Hochrüstung und die Unterstützung kriegerischer Auseinandersetzungen fressen die Ressourcen, zerstören die Umwelt und führen zur sozialen Verwahrlosung der Gesellschaft.
So scheint es notwendiger denn je, dass sich die Werktätigen an die Manifestation zur internationalen Solidarität erinnern und für sozialen Fortschritt, für Frieden und für eine gerechte und humane Gesellschaft am 1. Mai demonstrieren.
Der 1. Mai ist nicht nur Tag der Arbeit, sondern Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse.
Nürnberg, Freitag, 1. Mai 2026
10:00 Uhr Start Demo
11:00 Uhr Kundgebung am Kornmarkt
Treffpunkt Aufseßplatz
